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Am 23. Mai ist das Berufskraftfahrerqualifikationsregister (BQR) beim Kraftfahrt-Bundesamt an den Start gegangen. Das BQR erfasst die Qualifikationsmaßnahmen der Kraftfahrer. Es wurde eingeführt, um künftig bundesweit und innerhalb der EU sicherer und einfacher Informationen über eine Berufskraftfahrerqualifikation zu dokumentieren und auszutauschen. Das BQR soll insbesondere das Geschäft von Unternehmen und Kraftfahrern erleichtern, die grenzüberschreitend in der EU operieren.

Ausbildungsbetriebe dokumentieren

Ausbildungsbetriebe halten künftig in einem Registereintrag fest, wenn ein Kraftfahrer die Grundqualifikation oder eine Weiterbildung erfolgreich absolviert hat. Die bislang übliche Papierbescheinigung entfällt. Der Gesetzgeber begründet die Umstellung damit, dass die digitale Speicherung Verwaltung und Kontrolle erleichtere. Falls Bedarf besteht, können diese Dokumentationen innerhalb der EU ausgetauscht werden.

Umfang der Abfrage

Diese Informationen werden im BQR gespeichert:

-Name und Anschrift der Ausbildungsstätte

-Aktenzeichen des Anerkennungsbescheides

-Zeitraum der Schulung

-tatsächliche Teilnahmedauer des Absolventen

-Informationen zu den vermittelten Kenntnisbereichen

Das BQR dokumentiert im ersten Schritt die Daten des Fahrerqualifikationsnachweises (FQN). Lesen Sie bitte hierzu unseren vergangenen Blog-Beitrag. Ab dem 25. Oktober 2021 nimmt das Register dann auch die Qualifikationsmaßnahmen der Kraftfahrer auf.

Nicht verpassen: Seit dem 23. Mai ersetzt der so genannte Fahrerqualifizierungsnachweis (FQN) die Eintragung der Schlüsselzahl „95“ im Führerschein. Hierdurch wurde bislang die Qualifikation als Berufskraftfahrer in einem deutschen Führerschein dokumentiert. Dieses Vorgehen hat bei grenznahem Fahrpersonal zu Problemen geführt. Der FQN ist eine Karte, die von Größe und Form mit dem Führerschein vergleichbar ist.

Probleme für grenznahes Fahrpersonal lösen

Kraftfahrer mit Wohnsitz im Ausland und nichtdeutschem Führerschein konnten bislang den deutschen Qualifikationsnachweis nicht in ihr Fahrberechtigungsdokument eintragen lassen. Dadurch gab es Schwierigkeiten, wenn sie in ihrem Beschäftigungsland Deutschland eine Weiterbildung absolvieren wollten. Deswegen hat Deutschland zum 23. Mai den FQN eingeführt. Außerdem soll die Zahl der Qualifikationsnachweise in der EU reduziert werden.

Rechtzeitig beantragen

Das Fahrpersonal muss den Fahrerqualifizierungsnachweis bei der vom Landesrecht zuständigen Behörde beantragen, der Fahrerlaubnisbehörde. Die Führerscheinstellen betonen, dass die Lieferfrist eines FQN bei Direktversand an den Antragsteller mindestens zehn Arbeitstage beträgt. Entsprechende Anträge seien daher frühzeitig vor Fristablauf zu stellen. Auch die Zustellung in ein EU-Land ist möglich. Über die Kosten der Ausstellung entscheiden die Bundesländer.

Künftig mit Führerschein und Fahrerkarte mitführen

Wichtig ist, dass Kraftfahrer den FQN künftig immer mit Führerschein und Fahrerkarte mitführen müssen. Ein Führerschein mit eingetragenen Klassen C und D genügt nicht mehr. Wurde die Schlüsselzahl „95“ vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Änderung im Berufskraftfahrerqualifikationsrecht im Dezember 2020 in den Führerschein eingetragen, so bleibt das Dokument bis zum Ablaufdatum gültig. Ein Umtausch ist dann nicht nötig.

Die Lage für die Unternehmen ist ernst: Es wird immer schwieriger, gute Kraftfahrer zu finden. In unserem vergangenen Beitrag haben wir diese Situation anhand neuer Zahlen analysiert. Doch steht die Branche hilflos vor einem Problem, das sich immer weiter verschärfen wird? Nein, auch wenn es nicht die eine, alles verändernde Maßnahme gibt, so existieren doch Ansatzpunkte, um wieder mehr Menschen für den Beruf des Kraftfahrers zu begeistern.

Es ist eine Gemengelage aus unterschiedlichen Faktoren, die das Image des Berufs belasten. Lange Abwesenheit von zuhause, immer schlechter werdende Arbeitsbedingungen an und auf der Straße sowie relativ geringe Entlohnung – diese aktuellen Probleme lassen sich nicht leugnen oder ignorieren. Doch es gibt Ansätze, die zusammen einen Weg aus der aktuell unbefriedigenden Situation aufzeigen. Die Branche bemüht sich darum, den Beruf des Kraftfahrers deutlich attraktiver zu machen.

Technische Möglichkeiten nutzen

Die Arbeitsbedingungen sollen etwa verbessert werden, was auch auf das Image der Tätigkeit abstrahlt, so die Überlegung. Größere und komfortablere Fahrerkabinen werden diskutiert, auch eine eigene Toilette an Bord des LKW. Außerdem könnte auch das autonome Fahren, das von manchen Akteuren als Bedrohung gesehen wird, künftig sogar zu einer großen Hilfe im Berufsalltag der Kraftfahrer werden. Durch intelligente Technik und Assistenzsysteme im LKW kann die Arbeit des Fahrpersonals komfortabler, simpler und auch wesentlich sicherer werden. Doch nicht nur die Fahrzeughersteller können ihren Beitrag leisten, um die Arbeitsbedingungen des Fahrpersonals in Zukunft deutlich angenehmer werden zu lassen.

Politik ist gefordert

Große Möglichkeiten besitzen auch die politischen Entscheider, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Es ist dringend geboten, dass die Entscheidungsträger die Infrastruktur an das weiterwachsende Verkehrsaufkommen anpassen. Allein der Investitionsstau bei den deutschen Autobahnen erschwert das Leben des Fahrpersonals. Und auch die Situation entlang der Schnellstraßen ist belastend: Der Mangel an Stellplätzen stresst die Kraftfahrer noch zusätzlich, wenn sie Pause machen wollen oder müssen. Es ist dringender denn je geboten, deutlich in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren, denn es ist nicht absehbar, dass sich die Situation auf und längs der Autobahnen entspannen wird. Allein der Boom des Online-Handels wird dafür sorgen, dass der Lieferverkehr auf den deutschen Straßen weiter zunehmen wird. Die deutsche Politik ist deswegen umgehend gefordert, Engpässe zu beseitigen, auch um den Beruf des Kraftfahrers wieder attraktiver zu machen.

Pragmatische Entscheidungen sind gefragt

Ganz pragmatisch umsetzbar und sofort wirksam wäre etwa eine effizientere Planung und Abarbeitung der Baustellen auf den Autobahnen. Denn Baustellen sind häufig die Ursache für Staus. Und natürlich müssen weitere Raststätten entlang der Schnellstraßen genehmigt und gebaut werden. Doch auch die Entscheidungsträger der EU sollten wesentlich dazu beitragen, die Situation des Fahrpersonals zu verbessern. Eine dauerhafte Flexibilisierung der Pausen- und Lenkzeiten könnte hierzu eine wesentliche Maßnahme sein. Wobei die Verantwortlichen bereits im Jahr 2019 eine Entscheidung getroffen haben, die den Arbeitsalltag der Kraftfahrer erleichtert hat. Seitdem sollen die Lkw-Lenker nur noch maximal vier Wochen am Stück in Europa unterwegs sein. Die Zeiten, in denen viele Kraftfahrer monatelang von zuhause weg waren, sind somit vorbei.

Initiativen unterstützen und werben

Die Transportbranche ist indes nicht untätig geblieben. Mehrere Initiativen arbeiten daran, die Arbeitsbedingungen der Kraftfahrer und das Image des Berufs zu verbessern.  Der Zusammenschluss #Logistikhilft hat sich etwa dafür eingesetzt, die untragbaren hygienischen Zustände während der Corona-Pandemie zu verbessern. Beteiligt sind hier unter anderem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Der BGL hat bereits im Jahr 2019 den Zusammenschluss „PROFI“ gegründet, der das Image der Logistikbranche und der beruflichen Tätigkeit Kraftfahrer verbessern will. Ein Ziel des Fördervereins ist es, die Ausbildungsbedingungen des Berufs künftig attraktiver zu gestalten, um mehr junge Leute anzuziehen. Der Verein „Die Transportbotschafter“ wiederum will erreichen, dass die Kraftfahrer die Wertschätzung in der Öffentlichkeit bekommen, die ihnen aufgrund ihrer systemrelevanten Tätigkeit zusteht.  

Neue Zielgruppen ansprechen

Die Transportbranche möchte außerdem neue Zielgruppen ansprechen, sie für den Beruf des Kraftfahrers gewinnen. Frauen am Lkw-Steuer sind etwa immer noch extrem selten, nur 1,9 Prozent der Kraftfahrer sind weiblich. Mit speziell auf die Damen zugeschnittenen Kommunikationsmaßnahmen möchten manche Akteure diese ungleiche Geschlechterverteilung zumindest etwas abbauen. Auch Menschen mit Migrationshintergrund wollen Speditionen und Werksverkehre künftig stärker umwerben. Deswegen appellieren Vertreter der Unternehmen, den Zugang zum Beruf des Kraftfahrers für diese Zielgruppe zu erleichtern. Die Fragebögen bei der schriftlichen Prüfung sollten etwa in einfachem Deutsch verfasst sein, schlagen Branchenmitglieder vor. Natürlich spielt auch die Bezahlung eine Rolle. Die Gehälter sind allerdings in der jüngeren Vergangenheit merklich gestiegen. Und was nicht zu vernachlässigen ist: Der Job als Kraftfahrer ist ein relativ sicherer, man muss nicht nächtelang schlaflos wegen der Sorge um den Arbeitsplatz wach liegen.

Wertschätzung zeigen

Fast noch wichtiger als die Entlohnung sind die so genannten weichen Faktoren im Umgang mit dem Personal. Leider werden sie häufig vernachlässigt. Nicht selten ist der Umgangston mit den Kraftfahrern rau, werden sie nicht als erfolgsentscheidende Mitglieder des Teams behandelt. Das ist leider immer noch ein schwerer, oft vorkommender Fehler in unserer Branche. Erfolgreiche Unternehmer haben diesen Missstand längst erkannt und ihn abgestellt. Mit wertschätzendem Umgang hält man Kraftfahrer und gewinnt Nachwuchs. Gehalt ist hierbei nur ein Faktor, das gilt es immer wieder zu betonen, häufig nicht mal der entscheidende. Doch ein Entlohnungssystem, das nach fairen und objektiven Kriterien überdurchschnittliche Leistung des Fahrpersonals belohnt, ist ein wirksames Mittel, um Wertschätzung zu zeigen. Unser Prämienlohnsystem ist derart ausgestaltet, dass Kraftfahrer, Unternehmen und Umwelt profitieren. Es kann ein wesentlicher Mosaikstein sein, um gutes Fahrpersonal zu binden oder zu akquirieren. Ein Mosaikstein, der unbedingt durch menschliche, respektvolle Behandlung des Fahrpersonals ergänzt werden sollte.     

Jetzt droht die Lage am Arbeitsmarkt offenbar erneut zu eskalieren. Eine aktuelle Umfrage des Weltdachverbands der Straßentransportwirtschaft IRU zeigt, dass sich der Mangel an Kraftfahrern in diesem Jahr wieder verschärfen wird.

In ihrer jährlichen Befragung von 800 Mitgliedsunternehmen aus 20 Ländern hat die International Road Transport Union IRU eine eindeutige Rückmeldung bekommen. Die Firmen rechnen damit, dass der Arbeitsmarkt für Kraftfahrer in diesem Jahr wieder problematischer werden wird. Im vergangenen Jahr hatte sich die Lage hier im Vergleich zu 2019 durch die Corona-Krise etwas entspannt. Der Anteil an unbesetzten Stellen bei LKW-Fahrern ist nach Angaben der IRU von 24 Prozent auf sieben Prozent gesunken. Doch das soll nach den Erwartungen der IRU-Mitglieder nur eine vorübergehende Entspannung sein. Sie rechnen damit, dass der Fahrermangel im Jahr 2021 wieder auf einen Anteil von 17 Prozent ansteigt. Ursache hierfür soll der erwartete wirtschaftliche Aufschwung sein.

Deutlich mehr Rentner als Einsteiger

Verbände der Transportwirtschaft haben sich bemüht, die aktuelle Lage am Fahrermarkt in Deutschland zu quantifizieren. Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) und der Bundesverband Logistik und Entsorgung (BGL) schätzen, dass derzeit zwischen 45.000 und 60. 000 Fahrer in Deutschland fehlen. Und dieser Mangel könnte sich in absehbarer Zeit noch deutlich verschärfen: Der BGL rechnet damit, dass durch den demografischen Wandel künftig pro Jahr mindestens 30.000 Fahrer in Rente gehen. Bis zum Jahr 2027 soll sich das gar rund 40 Prozent aller Kraftfahrer summieren. Global lesen sich die Zahlen natürlich noch dramatischer. Die Weltbank rechnet etwa damit, dass in rund zehn Jahren weltweit bis zu 150.000 Kraftfahrer fehlen können. Nachwuchs war hingegen in den vergangenen Jahren nur in geringerer Zahl in Sicht. Im Jahr 2019 haben in Deutschland exakt 1.833 Fahrer ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich absolviert. Genau 20.942 Fahrer durchliefen in diesem Jahr die meist staatlich geförderte „beschleunigte Grundqualifikation.“

Image und Arbeitsbedingungen schrecken ab

Die Gründe für den Nachwuchsmangel sind vielfältig und machen die Lösung des Problems so schwer. Dabei muss die Entlohnung noch nicht einmal die entscheidende Rolle spielen. Auch nichtmonetäre Faktoren lassen den Beruf des LKW-Fahrers nicht nur attraktiv erscheinen. Das fängt beim Image der Branche an, welches nicht das Beste ist. Dazu kommt, dass der Ausbau der Infrastruktur nicht mehr mit dem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen Schritt gehalten hat. Parkplatzmangel entlang der Autobahnen, Staus und Probleme, die Ruhezeiten einzuhalten, haben die Lage für die Fahrer verschlechtert. Die Corona-Pandemie hat insbesondere die Situation an den Rasthöfen noch weiter eskalieren lassen. Außerdem sind LKW-Fahrer häufig lange weg von zuhause, was den Beruf insbesondere für Familienväter unattraktiver macht. Eine Woche in einer Fahrerkabine zu leben ist außerdem nicht besonders komfortabel. Das Gehalt ist angesichts der Arbeitsumstände ebenfalls nicht sehr hoch.

Technologische und gesellschaftliche Entwicklungen wecken Befürchtungen

Hinzu kommen technische und gesellschaftliche Entwicklungen, die bei manchem Skeptiker Zweifel aufkommen lassen, ob es das Berufsbild LKW-Fahrer dauerhaft noch in der gewohnten Form geben wird. Technische Lösungen für Autonomes Fahren nähren Ängste, dass Lkw in nicht allzu ferner Zukunft ohne Kraftfahrer unterwegs sein könnten. Der Klimawandel wiederum wirft die Frage auf, auf welche Art und Weise Güter künftig befördert werden. Welche Rolle wird der Transport auf der Straße durch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren auf Sicht einnehmen?  All diese Faktoren führen dazu, dass es derzeit sehr schwer ist, gute Kraftfahrer zu finden. Laut einer Studie der ManpowerGroup, einem der drei größten Personaldienstleister weltweit, zählt der Kraftfahrer zu den zehn Arbeitsfeldern, in denen Arbeitskräfte am schwersten zu vermitteln sind. Zweifelsohne: Die Lage am Arbeitsmarkt für Kraftfahrer ist ernst. Doch es gibt viele Maßnahmen, die Politik, Branchenverbände und Unternehmen in die Wege leiten können, um gegen diesen Mangel zu arbeiten. fuhrparker.de wird Ihnen Beispiele hierfür vorstellen.   

Corona hält die Transportbranche immer noch im Würgegriff. Webfleet Solutions, ein Anbieter von Lösungen für das Fuhrparkmanagement, hat vor diesem Hintergrund ein Whitepaper zur Kostensituation veröffentlicht. Die Kurzstudie zeigt auf, welche Einsparpotenziale derzeit bestehen.

Webfleet Solutions hat nach eigenen Angaben Fuhrparkmanager nach ihren drei wichtigsten Zielen befragt. Senkung der Kraftstoff- und Wartungskosten sowie die Verlängerung der Lebensdauer des Fuhrparks standen am häufigsten auf der Agenda der Verantwortlichen. Die Pandemie und die damit einhergehende wirtschaftliche Instabilität haben den Kostendruck weiter erhöht. Eine Untersuchung der International Road Transport Union (IRU) geht davon aus, dass die Umsätze von Transportunternehmen in Europa im vergangenen Jahr wegen der Sondersituation um 17 Prozent oder 64 Milliarden Euro zurückgegangen sind. Kostensenkungen sind deswegen bei vielen Akteuren in der Logistikbranche das Gebot der Stunde. Kraftstoffverbrauch, Wartung, Reifen und Reparaturen bieten hier Einsparpotenzial.    

Risiko mangelnde Wartung

Ein erschreckendes Ergebnis: Laut Webfleet Solutions zeigen einige Studien auf, dass viele Transportunternehmen bei der Wartung des Fuhrparks beträchtliche Risiken in Kauf nehmen. Laut einer Umfrage aus Großbritannien und Irland gehe hervor, dass 16 Prozent der Kraftfahrer von Schwerlastwagen nur selten Rundgangkontrollen durchführen. 40 Prozent ihrer Kollegen verzichten sogar komplett darauf.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat in einer Studie steigende Wartungskosten als den wesentlichen Treiber für höhere Betriebsausgaben bei Transportunternehmen ausgemacht. Und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht: Die Weiterentwicklung der LKW-Technologie werde für weiter steigende Wartungskosten sorgen. Unerfreulich sei auch, dass laut KPMG nur 32 Prozent der Fuhrparkmanager in der Lage sind, exakte Auskunft über die Höhe der Wartungskosten geben können. Der Fahrermangel habe auch auf die Höhe der Wartungskosten Einfluss. Durch die Personalnot setzten manche Transportunternehmen auf unerfahrene Kraftfahrer, die zu unwirtschaftlichem und verschleißendem Fahren neigen können.

Diese Faktoren können laut Webfleet Solutions Wartungs- und Reparaturkosten erhöhen:

 -Schäden spät erkennen

Werden kleinere Mängel nicht sofort erkannt, können daraus gravierende, kostspielige Schäden entstehen.

-Unprofessionelle Fahrweise

Fahrpersonal, das unnötig stark beschleunigt oder bremst, riskant unterwegs ist, sorgt für deutlich höheren Verschleiß am Fahrzeug. Das führt wiederum auf lange Sicht zu höheren Reparaturkosten.

-Mangelhafte Wartungsprozesse

 Unkoordinierte Terminplanung, uneinheitliche Reifen- und Fahrzeugkontrollen sowie fehlende Ressourcen oder Kompetenz können schlimmstenfalls zu Ausfallzeiten und höheren Kosten für die LKW-Wartung führen.

Kampf gegen Kraftstoffverschwendung

Webfleet Solutions hat nach eigenen Angaben eine Umfrage unter 1.200 Entscheidern europäischer Fuhrparks befragt, wie sie für sparsamen Kraftstoffverbrauch sorgen wollen.  49 Prozent kontrollieren die gefahrenen Kilometer, 38 Prozent setzen auf Schulungen. Die Manager vertrauen außerdem mehreren Mitteln, um Kraftstoffverluste und -effizienz zu minimieren. 39 Prozent der Entscheider bringen Tankkarten zum Einsatz, 15 Prozent Telematik, 33 Prozent eine Kombination aus beidem.

Diese Faktoren führen laut Webfleet Solutions zu unnötigem Kraftstoffverbrauch:

-Falscher Reifendruck

Falscher Reifendruck oder schleichender Druckverlust führen auf Dauer zu höherem Kraftstoffverbrauch.  Bridgestone, die Muttergesellschaft von Webfleet Solutions, habe hierzu Tests durchgeführt. Dabei führt ein Druckrückgang von 9 auf 6 bar abhängig vom Reifentyp zu einer Erhöhung des Rollwiderstandskoeffizienten um 8 bis 17 Prozent. Auch Reifen mit einem typbedingt großem Rollwiderstand sorgen für höheren Kraftstoffverbrauch

-Ineffiziente Tourenplanung

Unnötig gefahrene Kilometer verbrennen sinnlos Kraftstoff. Eine ineffiziente Tourenplanung verschwendet nicht nur Arbeitszeit des Kraftfahrers, sondern auch Diesel. Außerdem kann eine schlechte Tourenplanung zu höherer Staubelastung auf der Fahrt führen, Zeit und Kraftstoff werden hier ebenfalls sinnlos verbrannt und die Umwelt unnötig belastet.

-Fahrweise  

Scharfe Bremsmanöver, unnützes Beschleunigen, längere, unnütze Standzeiten im Leerlauf: Die Art, wie Kraftfahrer ihren LKW bewegen, hat wesentlichen Einfluss auf überhöhten Kraftstoffverbrauch.

Embrace the Change, umarme die Veränderung, so lautet eine Management-Weisheit. Auch wenn das Motto abgenutzt erscheint, es enthält immer noch viel Wahrheit. Es hat keinen Sinn, sich gegen den Wandel zu stemmen. Das ist verschwendete Energie und Lebenszeit.

Akzeptieren, gestalten, profitieren – so lautet die Erfolgsstrategie. Kein Zweifel, die Logistikbranche wird sich ändern. Corona, Klimawandel und Digitalisierung sind nur drei wesentliche Faktoren, denen sich unsere Branche stellen muss. Was für Motoren treiben den LKW der Zukunft an? Welche Prozesse werden künftig digitalisiert und automatisiert? Wie gelingt es, die Logistik der Zukunft noch umweltfreundlicher zu gestalten? Und last but not least, wie meistern wir den Fachkräftemangel, der unsere Branche fast schon existenziell bedroht? Wir werden darauf Antworten finden, da bin ich mir sicher. Logistiker haben immer Lösungen parat, egal in welcher Situation.

Wir kommen aus der Branche, haben das Geschäft von der Pike auf gelernt, sind Praktiker, die wissen worum es geht. Unsere Leidenschaft ist es, die Menschen in der Logistik zu erreichen und voranzubringen. Unsere Erfolge motivieren, weiter mit Kompetenz und Empathie einen Beitrag für eine gute Zukunft der Logistikbranche zu leisten. Wir wollen den Wandel mitgestalten. Das ist der Grund, warum wir diesen Blog starten. Wir werden hier künftig Beiträge veröffentlichen, die Sie fundiert informieren, im Geschäft unterstützen und Diskussionen anstoßen sollen. Geben Sie uns bitte Rückmeldung zu unserem Blog, wir freuen uns darüber! Es gibt viel zu tun, packen wir es an. Wir gestalten die Zukunft. Gemeinsam.  

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